• 1
  • 2
  • 3

Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL)

Die Kinder des 1. bis 4. Jahrgangs besuchen gemeinsam eine Klasse. Das Lernen in dieser jahrgangsübergreifenden Lerngruppe schafft überaus viele Möglichkeiten, die unterschiedlichen Lernpotentiale (Interessen, Neigungen, Fähigkeiten) zur wechselseitigen Anregung und Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler insgesamt zu nutzen.


Das Miteinander- und Voneinanderlernen, das gegenseitige Helfen und die Partner- bzw. Gruppenarbeit zwischen Älteren und Jüngeren dienen der fachlichen und sozialen Bildung.


  • Die Schulanfänger knüpfen nahtlos an die altersgemischten Gruppenerfahrungen aus dem Kindergarten an und erleben eine kurze, behütete Ein-

gewöhnungszeit. Paten (Kinder des 2., 3. oder 4. Jahrgangs) unterstützen sie dabei.

Ältere geben ihr Wissen an die Jüngeren weiter und erklären ihnen Lern- und Arbeitsformen. Dabei vertiefen und festigen sie ihre eigenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse.

Jüngere erschließen sich bestimmte Lerntechniken oder Arbeitsprozesse und werden in die Lage versetzt, selbstgesteuert / selbstbestimmt zu lernen. Sie übernehmen so von Anfang an die Verantwortung für ihr Lernen.

Dabei haben Kinder, denen das Lernen schwerer fällt, die Möglichkeit ihrem Lerntempo entsprechend zu lernen und können in derselben Lerngruppe ohne Stigmatisierung verbleiben. Diejenigen, die schneller lernen und zum Beispiel schon im ersten Jahr die Ziele der Klasse 2 erreicht haben, wechseln bereits jetzt zu den Lerninhalten der Klasse 3, auch ohne die Lerngruppe wechseln zu müssen.

Eingeübte Regeln werden durch das Vorleben leichter übernommen und Kompetenzen wie Sprachverhalten, Teamfähigkeit oder Umgang mit Menschen gefördert.

Soziale Kompetenzen wie Toleranz, Rücksichtnahme oder Achtung voreinander werden in gemischten Klassen noch eher gefördert und geübt. Eine Festigung von Rollen (Klassenclown, Schwächste, Streber...) wird vermieden, denn der Letzte ist spätestens nach einem Jahr nicht mehr der Letzte!